Potenzen
Um beim Patienten durch die „Arzneikrankheit“ keinen Schaden anzurichten, begann Samuel Hahnemann bereits sehr früh, seine Arzneien zu verdünnen genauer gesagt, er machte Verdünnungsschritte (Potenzen).
Einen Tropfen der Arznei fügte er 99 Tropfen Alkohol hinzu und schüttelte das ganze 10 mal.
Davon nahm er wieder einen Tropfen, fügte 99 Tropfen Alkohol hinzu und schüttelte wieder 10 mal. Das ganze wiederholte er mehrmals.
Am Kranken wollte er dann testen, wie viele solcher Verdünnungsschritte er wagen konnte, damit das Heilmittel noch wirkte. Er war also auf der Suche nach der kleinstmöglichen Dosis.
Zu seiner Überraschung musste er feststellen, dass, vorausgesetzt das Arzneimittel passte auf den Krankheitsfall, die Wirkung zunahm, je mehr Verdünnungsschritte er mit dem Mittel gemacht hatte.
Allerdings klappte dies nur, wenn nach jedem Verdünnungsschritt auch geschüttelt wurde. Bloßes Verdünnen reichte nicht aus.
Da die Wirkung der Arznei pro Verdünnungsschritt und dem Schütteln
(= Dynamisierung) um ein Vielfaches zunahm, sich also potenzierte, sprach Hahnemann nun nicht mehr von Verdünnung, sondern von Potenzierung.
Das heißt also, je höher die Potenz eines Arzneimittels in der Homöopathie ist, desto stärker ist ihre Wirkung.
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